/  Demokratie- und Integrationsförderung

Engagement braucht Leadership. Stärkung von Vereinen und ihren Vorständen als Zukunftsaufgabe

Sind Vereine in der Krise? Einerseits nein: rund 580.000 Vereine widmen sich in Deutschland bürgerschaftlichen Aufgaben – rund 10.000 werden pro Jahr neu gegründet. Andererseits ja: von Überalterung, Mitgliederschwund und Imageproblemen ist da die Rede. Insbesondere die Gewinnung von Nachfolgerinnen und Nachfolgern für Vereinsvorstände gestaltet sich zunehmend schwierig. Für die Robert Bosch Stiftung war dies der Anlass zum Modellprogramm „Engagement braucht Leadership“, dessen Erkenntnisse hier auf knapp 180 Seiten vorgestellt werden.

Zusammen mit drei Freiwilligenagenturen – in Halle, Bremen und Mülheim an der Ruhr – machte die Robert Bosch Stiftung die Organisationsentwicklung in lokalen Vereinen und vor allem ihre Vorstandsarbeit zum Thema. Denn für die Zukunftsfähigkeit von Vereinen, so die Herausgeber, sind deren Vorstände der Schlüssel. Sie müssen qualifiziert, beraten und unterstützt werden, damit sie „Leadership“ entwickeln können.

Drei Ebenen dieser Arbeit werden im Buch präsentiert: Erstens die konkreten Methoden, die in der Arbeit mit den Vereinen erfolgreich zur Anwendung kamen. Zweitens werden die komplexen Problemlagen jedes „Falls“ anhand von Vereinsporträts anschaulich dargestellt. Drittens geht es den Herausgebern darum, die enorme gesellschaftspolitische Bedeutung des Vereinslebens ins rechte Licht zu rücken.

Das Buch ist als Werkzeugkoffer gedacht: Es wendet sich vorrangig an Infrastrukturen des bürgerschaftlichen Engagements wie Freiwilligenagenturen und Bürgerstiftungen. Gleichzeitig will es Impulse geben, über eine Erneuerung der Vereinsförderungsstruktur in Deutschland nachzudenken.

Die Broschüre "Engagement braucht Leadership. Stärkung von Vereinen und ihren Vorständen als Zukunftsaufgabe" steht auf der Website der Robert Bosch Stiftung zum Download zur Verfügung.