/  Demokratie- und Integrationsförderung

Was tun, damit’s nicht brennt?

Die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen beschäftigt derzeit eine Vielzahl von Akteuren. Der vorliegende Leitfaden, den die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus und der Evangelischen Akademie zu Berlin herausgegeben hat, will Engagierte in diesem Feld mit Handlungsvorschlägen und Informationen unterstützen.

Im Zentrum der Broschüre steht die Hilfestellung bei der Gründung von kommunalen Willkommensbündnissen. Diese zivilgesellschaftlichen Initiativen betrachten die Herausgeber als eine gute Möglichkeit, Flüchtlingen in Sammelunterkünften zu helfen und Rassismus zu bekämpfen. Schritt für Schritt wird erklärt, wie ein solches Bündnis konkret ins Leben gerufen werden kann. Ausgangspunkt für ein breites Bündnis ist ein von allen getragener Grundkonsens. Aber auch eine frühzeitige Kontaktaufnahme zu den lokal untergebrachten Flüchtlingen und die öffentliche Sichtbarmachung der Willkommensinitiative – etwa über soziale Medien – sollten Beachtung finden.  

Darüber hinaus ermuntert die Arbeitshilfe dazu, sich der eigenen Motivlagen bewusst zu werden und die eigene Tätigkeit immer wieder daraufhin zu überprüfen, ob sie dem Ziel – der Unterstützung der Flüchtlinge – zuträglich ist. Denn nicht alle gut gemeinten Aktionen sind auch wirklich gut. Im Mittelpunkt der Tätigkeit, so die Herausgeber, sollte „Hilfe zur Selbsthilfe“ stehen, um möglichst bald Partizipationsmöglichkeiten für die Geflüchteten zu schaffen.   

Es folgt eine Auflistung möglicher Akteure, mit denen ein Willkommensbündnis kooperieren sollte. Die Liste, die Aufgaben und Rollen jeder Struktur oder Gruppe übersichtlich zusammenfasst, reicht von zivilgesellschaftlichen Initiativen und engagierten Einzelpersonen über Kirchen und Gemeinden, Volkshochschulen und Lokalpolitiker/-innen bis hin zu Medien, Kommunalverwaltung und örtlichen Firmen. Nicht zuletzt werden auch der Leitung der Sammelunterkunft Handlungsempfehlungen gegeben. Zahlreiche Verlinkungen zu Unterstützungsbeispielen der letzten Jahre wie etwa der Willkommensinitiative „Hellersdorf hilft“ machen die Hinweise plastisch und geben Ideen für die eigene Praxis.

Der Leitfaden "Was tun, damit’s nicht brennt?" steht auf der Website der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin zum Download zur Verfügung.