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Newsletter SC 2.0 Nr. 8 / 2022
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Geschäftsstelle Supervision und Coaching

Liebe:r Leser:in,

wir freuen uns, Ihnen den 8. Newsletter der Geschäftsstelle Supervision und Coaching in der Förderphase 2020 - 2024 des Bundesprogramms zu präsentieren. Wie gewohnt stellen wir Ihnen damit relevantes Feldwissen aus „Zusammenhalt durch Teilhabe“ zur Verfügung – im Folgenden finden Sie wichtige Informationen, Termine, Veranstaltungen und ein Schwerpunktthema aus dem Bundesprogramm. Diese Ausgabe fokussiert das Thema „Ehrenamtsmanagement – Menschen gewinnen und motivieren“. Für dieses Schwerpunktthema haben wir Informationen, Veranstaltungstipps und Arbeitshilfen zusammengetragen.

Fragen, Feedback und Anregungen zum Newsletter können Sie uns gerne jederzeit an coaching@gesbit.de senden.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Ihre Geschäftsstelle Supervision und Coaching

Aus der Bundeszentrale für politische Bildung

Spannende Podcasts auf bpb.de – Podcasts für politische Bildung

Die Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung wurde weiterentwickelt und erweitert. Unter der Kategorie Mediathek finden Sie auch spannende Podcasts der bpb zu Themen rund um politische Bildung. Dort werden Themen wie „Rechtsextreme Rückzugsräume“, „Corona und Verschwörungstheorien“ oder „Einfach Politik: die Hörbücher“ gut aufgearbeitet, verständlich erklärt und diskutiert.

In der Mediathek finden Sie außerdem Dokumentarfilme, Reihen und Film- Highlights zu bildungspolitischen Themen. Reinschauen lohnt sich!

Aus dem Bundesprogramm

Regiestelle

NAH DRAN-Konferenz & Sommerfest 2022

Die elfte NAH DRAN-Tagung und das Sommerfest zum Jubiläum 10 + 2 Jahre Z:T fand am 2. und 3. Juli in Potsdam nach langer Zeit endlich wieder in Präsenz statt. Nach der langen Pause und Einschränkung auf virtuelle Treffen, konnten sich die Akteur:innen des Bundesprogrammes in diesem Rahmen wieder analog austauschen und das Jubiläum feiern. Es gab zahlreiche Impulse und Anstöße durch das Tagungsprogramm (z.B. Workshops, Podiumsdiskussion) sowie angeregte Diskussionen zwischen den Akteur:innen. Die Video-Aufzeichnung mit den Tagungsimpulsen sowie der Podiumsdiskussion des ersten Tages und schöne Tagungseindrücke in Form einer Bildergalerie finden Sie hier.

Bundeskoordinierungsstelle

Online Fachtagung der AWO zum Thema soziale Gerechtigkeit

Demokratie für Alle - Aber wie? Soziale Gerechtigkeit zwischen Anspruch & Wirklichkeit
15. September | 10:00 bis 16:00 Uhr | Online Fachtagung

Wie zeigt sich soziale Ungerechtigkeit? Wie betrifft das die AWO? Wie können wir den sozialen Zusammenhalt und die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen stärken? Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

Eine Veranstaltung der „Zusammenhalt durch Teilhabe“- Projekte der AWO. Anmelden können Sie sich über diesen Link.

Geschäftsstelle Supervision und Coaching

Termine für das zweite Halbjahr 2022

Das Jahr schreitet schnell voran und die Kalender sind nach der Sommerpause erfahrungsgemäß schnell wieder gut gefüllt. Die geplanten Termine für die Coach:innen und Supervisor:innen möchten wir hier noch einmal aufführen. Eine Anmeldung ist über den jeweiligen Link möglich. Für die redezeit ist keine Anmeldung nötig.

Termine exklusiv für die Coach:innen im Bundesprogramm

redezeit. online: Jeden zweiten Freitag im Monat von 14 – 17 Uhr; nächste Termine: 12. August, 9. September und 14. Oktober

Transfer-Workshop #2: 17. November von 9 – 13 Uhr
(online per Zoom & zwei Termine stehen zur Auswahl)

Transfer-Workshop #2: 18. November 2022 von 9 – 13 Uhr
(online per Zoom & zwei Termine stehen zur Auswahl)

Termine exklusiv für die Supervisor:innen im Bundesprogramm

redezeit. online: Jeden zweiten Freitag im Monat von 14 – 17 Uhr; nächste Termine: 12. August, 9. September und 14. Oktober

Transfer-Workshop #2: 25. November 2022 von 9 – 12 Uhr
(online per Zoom)

Für den Leitlinienworkshop am 16.09 in Berlin, in dem die Coaching Leitlinie überarbeitet wird, konnten wir nur eine enge Auswahl an Coach:innen und Projektverantwortlichen einladen.

Die Termine finden die Coach:innen und Supervisor:innen auch im Kalender des Intranets. Dort sind zudem unter anderem aktuelle Arbeitsvorlagen, Veranstaltungsdokumentationen und FAQs hinterlegt.

Fokusthema: Ehrenamtsmanagement – Menschen gewinnen und motivieren

Für das Fokusthema nehmen wir Bezug auf die Quelle „Begeistert engagiert. Menschen gewinnen und motivieren.“ – eine Broschüre des Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt. Kostenlos als analoges Heft hier erhältlich.

Fast alle Z:T Projekte beschäftigen sich mit dem Management von meist ehrenamtlichen Demokratieberater:innen. Schaut man sich an welche Verbesserungsbedarfe sich Ehrenamtliche wünschen, so wird deutlich, dass ihnen verbesserte Rahmenbedingungen ihrer Tätigkeit wichtiger sind als materieller Gewinn. Laut einer Berechnung der Deutschen Freiwilligensurvey liegen die Verbesserungswünsche der Engagierten an die Organisationen in der Bereitstellung von Räumen und Ausstattung (48%), in der fachlichen Unterstützung (42%), Weiterbildungsmöglichkeiten (41%), unbürokratischer Kostenerstattung (36%), gefolgt von der Anerkennung durch Hauptamtliche (36%), Zeugnisse (30%) und in der finanziellen Vergütung (22%). Quelle: FWS 2014, eigene Berechnung DZA; Basis: Alle Engagierten (n= 12.240-12.343)

Folglich ist das Schaffen von guten Rahmenbedingungen essentiell, um Menschen für ein Ehrenamt gewinnen und motivieren zu können. Im Folgenden stellen wir ausgewählte Aspekte für die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen vor, um somit hilfreiche Impulse anzubieten.

Ehrenamtliche gewinnen

Das Mitgliedergesuch ist der erste Kontaktpunkt zu potentiellen Ehrenamtlichen: Hier zählt der erste Eindruck! Ein genau formuliertes Gesuch kann auch als Filter fungieren und ein realistisches Erwartungsmanagement fördern, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden. Über das Gesuch können Freiwillige einen ersten Eindruck bekommen, was sie von einem Engagement erwarten können und was von ihnen erwartet wird. Es bietet auch einen guten Rahmen, um frühzeitig mitzuteilen, für wen die Rahmenbedingungen und das Aufgabenfeld geeignet sind und für wen nicht. Siehe auch auf Seite 48 „Vorlage: Wie schreibe ich ein Mitgliedergesuch?“

Die Hauptkanäle, über die Engagierte ein Ehrenamt finden sind:

- Freund/-innen, Bekannte und Familie
- Internetsuche (z. B. Google, Ecosia)
- Universitäts-/Schulveranstaltungen
- Webseiten der einzelnen Organisationen
- Online-Engagementplattformen /-apps (z. B. vostel.de, helpteers)

Social Media Kanäle (z.B. Facebook, Instagram) werden bei der Suche nach einem Engagement zwar noch wenig verwendet, sind aber bei der allgemeinen Suche nach Freizeitaktivitäten, in denen potentielle Freiwillige auch zufällig auf Ehrenämter aufmerksam werden, von hoher Bedeutung.

 Eine diverse Mitgliederstruktur kreieren

Diversität heißt die Vielfalt aller Menschen. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz berücksichtigt die Merkmale Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion / Weltanschauung und sexuelle Identität. Diese Vielfalt ist in der Gesellschaft natürlich vorhanden, findet sich aber nur bedingt im zivilgesellschaftlichen Engagement wieder. Menschen jedoch, die sich nicht zur Gesellschaft zugehörig fühlen, betätigen sich auch weniger. Gleichzeitig werden diese Menschen oft nicht als Nutzer /-innen von ehrenamtlichen Tätigkeiten mitgedacht. Trotzdem ist Umfragen zufolge die Bereitschaft für ehrenamtliches Engagement in diesen Teilen der Gesellschaft hoch. Daher darf die Frage gestellt werden, was getan werden muss, um allen Menschen tatsächlich gleiche Teilhabe zu eröffnen.

Das Kennenlernen

Das Vorbereiten und Führen von strukturierten Erstgesprächen mit Ehrenamtlichen stellt eine wichtige Aufgabe dar. Das Erstgespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen und der Klärung von Rahmenbedingungen, Kompetenzen, Motivation und Wünschen. Eine kurze Vorstellung der Organisation kann einen guten Start darstellen, folgende Punkte können dabei mit abgedeckt werden: Leitbild und Struktur der Organisation, Team, Entscheidungsträger:innen und die Rolle von Freiwilligen. Die Frage nach bisherigen ehrenamtlichen Erfahrungen kann als Eisbrecher fungieren. Genauso wichtig ist die Frage nach den Motiven für das freiwillige Engagement. Die Rahmenbedingungen des Engagements sollten erläutert werden und können folgende Bereiche abdecken: Einarbeitung und Begleitung des Ehrenamts, Qualifizierungsangebote, Partizipation und Beteiligungsformate, Anerkennungskultur, Versicherungsschutz, Aufwandsentschädigung und Fahrtkostenerstattung sowie weitere Vereinbarungen.

Ehrenamtliche halten

Erwartungen abgleichen und Enttäuschungen vermeiden

Menschen engagieren sich dann, wenn eine Tätigkeit ihren eigenen Wertvorstellungen entspricht, sinnstiftend ist und auch ihrem sozialen Verantwortungs- und Gerechtigkeitserleben nachkommt. Erfahrungen zu sammeln, Gleichgesinnte zu treffen und die eigene Karriere zu fördern, sind weitere Aspekte, warum Menschen sich engagieren. Hinzu kommen spezifische Beweggründe für den jeweiligen Engagementbereich, wie z. B. das Interesse an ökologischen oder politischen Fragestellungen. Um Enttäuschungen zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Erwartungen der engagierten Person mit den Aufgaben im Engagement übereinstimmen (Person Environment Fit). Dazu müssen die Erwartungen, Neigungen und Interessen der (potentiell) Engagierten zu den Charakteristiken der (zukünftigen) freiwilligen Tätigkeit und ihren spezifischen Aufgabenanforderungen sowie Rahmenbedingungen passen. Um dies zu erreichen, sollten Organisationen genaue Informationen darüber geben, wie die (zukünftige) Tätigkeit aussieht, und was sie von ihren Freiwilligen erwarten (siehe auch „Ehrenamtliche gewinnen“)

Das Vertrauensverhältnis

Ein Vertrauensverhältnis zu und unter den Ehrenamtlichen ist essentiell. Um eine Vertrauensstruktur aufzubauen und zu erhalten, ist die Ernennung einer Vertrauensperson sinnvoll, falls das Projektgefüge dies ermöglicht. Für das Wohlergehen aller Beteiligten ist die Aufarbeitung und die Reflexion aller Erfahrungen wichtig. Erst durch die Auseinandersetzung mit Problemen/ Herausforderungen und das (gemeinsame) Erarbeiten von Lösungswegen können vergleichbare Situationen in Zukunft besser gestaltet werden.

Veranstaltungen

Menschen (ver-)binden im Verein.
07. September | 17:00 bis 18:15 Uhr | Online Veranstaltung

#DSEEerklärt Mitgliedergewinnung  (Teil 2) Veranstaltung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Hier können Sie sich anmelden.

 
Gemeinsam in der Region - Kooperationsstrategien für Vereine
13. September | 17:00 bis 18:15 Uhr | Online Veranstaltung

#DSEEerklärt: Mitgliedergewinnung (Teil 3) Veranstaltung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Hier können Sie sich anmelden.

 
Demokratie für Alle - Aber wie? Soziale Gerechtigkeit zwischen Anspruch & Wirklichkeit
15. September | 10:00 bis 16:00 Uhr | Online Fachtagung der AWO

Wie zeigt sich soziale Ungerechtigkeit? Wie betrifft das die AWO? Wie können wir den sozialen Zusammenhalt und die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen stärken? Das Tagungsprogramm finden Sie hier.
Veranstaltung der „Zusammenhalt durch Teilhabe“- Projekte der AWO. Anmelden können Sie sich über diesen Link

Interessante Links

FuturE: Neues Programm für junge Führungskräfte im Ehrenamt
Das Zukunftsprogramm der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Bewerbungen sind möglich.

„Begeistert engagiert. Menschen gewinnen und motivieren.“
Eine Broschüre des Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt. Kostenlos als analoges Heft erhältlich hier. Quelle für das Fokusthema.

Der Deutsche Freiwilligensurvey
Der Deutsche Freiwilligensurvey berichtet seit 1999 alle fünf Jahre über die Entwicklung des freiwilligen und ehrenamtlichen Engagements in Deutschland.

In eigener Sache

IT-Integration: In Zukunft @jsd.de als E-Mail-Endung

Seit Mitte 2021 ist die GesBiT nun in der Sparte Sozialwirtschaft Teil der Johannesstift Diakonie. Im Rahmen der Integration steht nun die Vereinheitlichung der IT an. In diesem Zuge wird voraussichtlich Ende August die E-Mail-Endung angepasst – sonst ändert sich nichts. E-Mails an die GesBiT Adresse werden im Übergang weitergeleitet. Bitte denken Sie daran ggf. Ihren Verteiler zu aktualisieren.

Neue Personalkonstellation der Geschäftsstelle

Nach dem Weggang unserer strategischen Projektleiterin Christine Döbler hat sich die Geschäftsstelle umstrukturiert. Von nun an übernimmt Ina Soth die Stelle einer Vollzeit Projektleiterin und Julia Borchardt die Rolle der Projektkoordination. Für Sie bleibt auch hier (fast alles) wie gehabt - unsere interne Organisation garantiert weiterhin eine gute Begleitung.

Bis zum nächsten Newsletter

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